Kasachstan, Ukraine steigen auf

09.05.26 - Martin Merk

Kasachstan und die Ukraine steigen für die WM 2027 in Deutschland auf. Allerdings keimen auch Diskussionen über eine Wiedereingliederung Weissrusslands auf, womit der Ukraine der Aufstieg verwehrt würde - eine politisch heikle Situation.

Bei der WM Division I Gruppe A in Sosnowiec (Polen) schaffte Kasachstan unbesiegt den Wiederaufstieg. Der erste Rang für die Kasachen stand bereits am vorletzten Spieltag fest.

Am Freitag gab es dann einen Dreikampf um den zweiten Schlussrang, der planmässig ebenfalls zum Aufstieg berechtigt, zwischen den punktegleichen Frankreich, Polen und der Ukraine.

Frankreich nahm sich mit einer 1:2-Niederlage nach Penaltyschiessen aus dem Spiel und verpasste den Wiederaufstieg. Die Franzosen müssen damit noch ein Jahr in der Zweitklassigkeit spielen ehe sie für die WM 2028 als Gastgeber so oder so aufsteigen. Im Nachmittagsspiel erledigte die Ukraine ihren Job mit einem 3:1-Sieg gegen das Schlusslicht Japan, benötigte aber noch Schützenhilfe der sieglosen Litauer gegen Polen. Und die kam. Litauen sicherte sich mit einem 2:1-Sieg nach Verlängerung den Klassenerhalt und Polen verpasste den Aufstieg. Für die Ukraine wird es eine Rückkehr in die höchste Spielklasse nach 20 Jahren.

Einen Strich durch die Rechnung machen könnte höchstens die Situation um Russland und Weissrussland, die aktuell nicht teilnehmen dürfen aus Sicherheitsbedenken, wie es offiziell formuliert wird. Die IIHF plante eine Wiedereingliederung auf U18-Stufe für 2028 zu diskutieren, doch am Donnerstag gab das Internationale Olympische Komitee den Sportverbänden die Empfehlung raus, Weissrussland (nicht jedoch Russland) wieder zu integrieren auch bei den Erwachsenen. Gut möglich, dass die IIHF nun bereits über oder gegen eine Reintegration Weissrusslands für 2027 befinden muss, wenn die Turniere in den kommenden Wochen geplant werden. Mit dem Aufstieg der kriegsgeplagten Ukrainer gewinnt dies an politische Brisanz, da im Falle einer Reintegration Weissrusslands ihnen den Aufstieg ebenso verwehrt würde - wie auch der Schweiz bei der U18-WM. Die IIHF hat zur Situation um die IOC-Empfehlung kein Statement herausgegeben, kommuniziert dafür am Freitagabend den Aufstieg von Kasachstsn und der Ukraine.

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