Akira Schmid kann Stanley-Cup-Sieger werden

29.05.26 - Martin Merk

Abseits des Scheinwerferlichts hat der Emmentaler Akira Schmid die Chance, als vierter Schweizer den Stanley Cup zu gewinnen.

Internat. Ligen

Was haben David Aebischer, Martin Gerber und Mark Streit gemeinsam? Richrig: Ihr Name steht auf dem Stanley Cup. Und dies, obwohl sie in den Playoffs 2001, 2006 beziehungsweise 2017 keine Minute im Einsatz standen, dafür aber in der regulären Saison.

Abseits des NHL-Eises und des WM-Rummels könnte Akira Schmid der vierte Schweizer und zweite Emmentaler werden, der den Stanley Cup gewinnt. Auch aufgrund eines Ausfalls kam der 26-Jährige bis Januar zu vielen Einsätzen, war zeitweise die Nummer 1. Doch während der Olympischen Spiele rutschte er im Schweizer Kader auf die undankbare Position des dritten Torhüters ab und nach seiner Rückkehr ebenso bei den Vegas Golden Knights, bei denen er in den Playoffs überzählig gewesen ist. Sein Einwegvertrag läuft diesen Sommer aus.

Von der Tribüne aus sah Schmid äusserst erfolgreiche Teamkollegen. Kürzlich fegte Vegas in vier Spielen Colorado vom Eis im Finale der Western Conference. Ab nächster Woche spielen die Wüstenritter im Finale gegen Carolina (führt 3:1) oder Montréal.

Schmid ist dabei qualifiziert, seinen Name auf den Stanley Cup eingravieren zu lassen und die Trophäe einen Tag in die Schweiz zu nehmen, sollte Vegas sie gewinnen. Auch wenn er die Finalspiele nur von der Tribüne aus sieht. Um qualifiziert zu sein ohne Playoff-Spiel, muss ein Spieler die Hälfte der Spiele in der regulären Saison, also 41 Spiele, auf dem Matchblatt gewesen sein. Schmid erfüllt die Kriterien locker. Er war in 75 Spielen auf dem Matchblatt, davon kam er in 34 Spielen zu Eiszeit, gewann davon 16 und kam auf eine Fangquote von 89,3 Prozent.

So gibt es für das Schweizer Eishockey in den nächsten Tagen nicht nur eine hoffentlich goldene Medaille zu feiern, sondern etwa zwei Wochen später auch einen Stanley-Cup-Sieger.

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