Jahresmedienkonferenz SCB

24.08.26 - Rolf Probst

Blick nach vorne gerichtet

Heute lud die Führung des SC Bern die Medienschaffenden zur Jahresmedienkonferenz in die PostFinance-Arena. Verwaltungsratspräsident Carlo Bommes, CEO Jürg Fuhrer und CHO (Chief Hockey Officer) Pascal Signer blickten auf die vergangene Saison zurück und richteten den Fokus vor allem auf die mittel- und langfristige Zukunft des SC Bern.

Gemäss Carlo Bommes schrieb der SC Bern in der vergangenenen Saison einen Verlust von CHF 155'794.97. Dennoch sei die Stabilität des Clubs gewährleistet. Gleichzeitig kommt es zu verschiedenen Veränderungen innerhalb der Geschäftsleitung.

In den vergangenen Monaten wurden neue Strategien entwickelt, die nun Schritt für Schritt umgesetzt werden sollen. Beim SC Bern ist man sich bewusst, dass Veränderungen und Neuerungen Zeit benötigen. Gleichzeitig zeigte sich die Führung überzeugt, mit den getroffenen Entscheiden auf dem richtigen Weg zu sein.

CEO Jürg Fuhrer will den SC Bern wieder zu einem Vorzeigeclub machen. Dazu brauche es klare Strukturen sowie eine einfache und offene Kommunikation gegen aussen. Erste Grundlagen wurden bereits geschaffen. Dazu gehört unter anderem der neue, rund 1'000 Quadratmeter grosse Athletikraum. Gleichzeitig laufen die Planungen für ein neues Stadion. Fuhrer machte deutlich, dass dieser Weg Geduld benötigt. Entscheidend sei, positiv zu denken und die angestrebten Veränderungen konsequent umzusetzen. Dabei will er in erster Linie lieber Taten als Worte sprechen lassen.

Auch im Bereich der IT stehen in den kommenden 24 Monaten verschiedene Veränderungen an. Diese betreffen unter anderem das Ticketing. Zudem wird die PostFinance-Arena bargeldlos. Dadurch sollen insbesondere die Abläufe während der Pausen vereinfacht und beschleunigt werden.

Ein zentraler Bestandteil der neuen Strategie ist die Nachwuchsförderung. Sie soll künftig das Fundament des SC Bern bilden.

CHO Pascal Signer blickte ebenfalls kurz auf die vergangene Saison zurück. Die Erwartungen seien klar nicht erfüllt worden. Dies müsse sich in Zukunft ändern. Dafür brauche es Anpassungen neben und auf dem Eis.

Im sportlichen Bereich wurden neue Strategien entwickelt. Sämtliche Sportabteilungen sind neu unter einer Führung zusammengefasst. Wie bereits CEO Jürg Fuhrer betonte, soll auch aus sportlicher Sicht der Nachwuchs das Fundament für die Zukunft bilden. Unabhängig von der jeweiligen Stufe sollen junge Spielerinnen und Spieler gezielt an die nächsthöhere Stufe herangeführt werden. Dabei geht es nicht ausschliesslich um die sportliche Entwicklung. Ebenso wichtig sei die Betreuung der jungen Menschen ausserhalb des Eises und in ihrem Alltag.

Das kurzfristige Ziel der ersten Mannschaft ist das Erreichen der Playoffs in dieser Saison. Mittel- und langfristig will sich der SC Bern wieder als erfolgreicher Club etablieren. Auch Signer betonte, dass dieser Prozess Zeit benötige und Rückschläge dazugehören würden. Entscheidend sei, wie der Club mit solchen Situationen umgehe. Von der Mannschaft verlangt Signer ein authentisches Auftreten. Nicht nur die Resultate seien von Bedeutung, sondern auch die Art und Weise, wie sich das Team auf dem Eis präsentiert. Der SC Bern befinde sich auf einer Mission und habe diesen Weg mit verschiedenen strategischen Entscheiden nun eingeschlagen.

Der neue Head of Communications Matthias Röthlisberger, zuvor Moderator bei MySports, informierte die anwesenden Medienschaffenden abschliessend darüber, dass am Montag, 7. September 2026, die Saisonmedienkonferenz mit Sportdirektor Martin Plüss und dem neuen Headcoach Serge Aubin stattfinden wird.

An der Jahresmedienkonferenz war spürbar, dass beim SC Bern Aufbruchstimmung herrscht. Nach turbulenten Jahren will der Club wieder in ruhigere und vor allem erfolgreichere Gewässer steuern. Gleichzeitig dürfte allen Beteiligten bewusst sein, dass sich der Erfolg nicht von heute auf morgen einstellen wird. Der eingeschlagene Weg braucht Geduld. Rückschläge werden dazugehören. Entscheidend wird deshalb auch sein, bei den ersten Schwierigkeiten nicht gleich wieder alles infrage zu stellen oder umzukrempeln. Die strategischen Grundlagen sind gelegt – nun muss der SC Bern zeigen, dass aus den angekündigten Veränderungen auch nachhaltige Fortschritte entstehen.

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