Rappi lässt dem SCB im Play-In-Rückspiel keine Chance

Von Pascal Zingg
SC Rapperswil-Jona Lakers
4
0 - 2 - 2
SC Bern
0
0 - 0 - 0
18.03.2026
National League
Zuschauer: 5178
0:0‧2:0‧2:0
Spielbericht

Die SCRJ Lakers können das Play-In-Rückspiel gegen den SC Bern über weite Strecken dominieren. Mit 4:0 setzten sie sich nicht nur deutlich gegen die Hauptstädter durch, viel mehr verabschieden sie den SCB mit einer schallenden Ohrfeige in die Sommerpause.

Die Entscheidung in dieser Serie fiel kurz nach Spielmitte. Erst gelang Tanner Fritz nach gutem Forecheck das 1:0, dann erhöhte Malte Strömwall nur sechs Minuten später mit einem Powerplaytreffer zum 2:0. Zusammen mit der Führung aus dem Hinspiel, konnten die Rapperswiler dem Gegner aus Bern damit den K.O.-Schlag verpassen. Dies zeigte sich darin, dass den Bernern zum Ende des Drittels die Präzision vollends ab Handen kam. Das ganze gipfelte in einer offensiven Impotenz, die in der 47. Minute dazu führte, dass Ramon Untersander die Torumrandung an Stelle des leeren Tores traf.

Ging beim SC Bern gar nichts mehr, schien beim SCRJ nun alles zu funktionieren, so erhöhte Yannick-Lennart Albrecht in der 54. Minute mit einem Powerplay-Treffer zum 3:0. Nur 14 Sekunden scheiterte Valetin Hofer nach einem krassen SCB-Fehlpass am herauseilenden Zurkirchen. Weil der SCB-Hüter die Scheibe in dieser Szene nicht blockieren konnte, überwand Sandro Zangger Zurkirchen jedoch abermals. War Untersanders Versagen zu Beginn des Drittels noch nicht genug der Kuriosität, konnte der SCRJ den Berner Slapstick Aktionen in dieser Szene gar die Krone aufsetzen.

Die Berner Leistung war im letzten Drittel derart miserabel, dass die Fans der Mutzen gleich zwei Mal zum Spruchband griffen. Zum einen kritisierten sie Sportchef Martin Plüss mit den Worten: «Als Spieler top, als Sportchef flop! Wer wird die nächste Träne im Sportchef-Karussell?» In einem zweiten Transparent bekam dann auch das Team sein Fett weg: «Hinterfragt euch, ob ihr diesem Logo noch würdig seid. – Die Saison war scheisse!»

War die Stimmung bei den Stadt Berner schitter bis bewölkt, freute man sich auf der anderen Seite über den Einzug in die Playoffs. «Heute haben wir solide 60 Minuten gezeigt, weshalb wir am Schluss für unseren Einsatz belohnt wurden», zeigte sich Tanner Fritz zufrieden. Der Stürmer gestand, dass man sich im ersten Drittel erst einmal auf die Konsolidierung des Vorsprungs konzentrieren wollte. «In der Pause wurden wir uns bewusst, dass die Serie mit einem weiteren Tor definitiv unseren Weg gehen würde», erklärte der Stürmer die offensive Steigerung im zweiten Drittel.

Blickt man aufs ganze Play-In, so zeigt sich, dass der SCRJ aus der ersten Serie gegen den EV Zug lernen konnte. Neben einer verbesserten, aggressiveren und intensiveren Spielweise, zeigte man diesmal im Hinspiel eine konzentrierte Leistung über 60 Minuten. Dies führte dazu, dass man mit einem Vorsprung ins Rückspiel gehen konnte. «Du möchtest in einer solchen Serie nie zurückliegen. Deshalb war es bestimmt gut, dass wir bereits das Hinspiel in Bern gewinnen konnten», gestand Tanner Fritz.

Blickt man vorwärts auf die Playoffs gegen den HC Fribourg-Gottéron, wird man sich aber auch bei den Lakers bewusst sein, dass man sich gegen den Quali Zweiten noch einmal steigern muss. Als kleiner Vorteil könnte den Rapperswilern entgegenkommen, dass sie bereits im Playoff-Rhythmus sind, während die Fribourger nach elf Tagen Pause diesen Rhythmus erst einmal finden müssen. «Wenn wir den Schwung aus den letzten Spielen mitnehmen können, sind wir bestimmt bereit für den Start am Freitag», erklärte Fritz. Für den Stürmer war klar, dass die Lakers auf der guten defensiven Leistung der letzten Spiele aufbauen müssen. «Wenn wir strukturiert defensiv spielen sind wir ein besseres Team. Daneben wird es aber auch wichtig sein, dass wir unser aggressives Rappi Hockey spielen und sie mit guten Offensiv-Aktionen frustrieren können», führte der Kanadier aus.

Resultat:

4:0

M. Strömwall, Y. Albrecht, T. Fritz, S. Zangger